Im Zuge des Erwerbs und der umfassenden Sanierung der bestehenden Wasserkraftanlage der ehemaligen Kollnauer Spinnweberei erhielten wir den Auftrag für den Neubau eines Wasserkraftwerks, das künftig „grünen“ Strom aus Elzwasser erzeugen wird.
Für den unter dem Wasserstand der Elz liegenden Auslaufbereich des Kraftwerks stand nur ein sehr kurzes Baufenster zur Verfügung. Dieses konnte nur durch einen von uns entwickelten Sondervorschlag zur Ausführung der Baugrube realisiert werden.
Nach der Ausschachtung – ohne Einsatz spezieller Tiefbautechniken – wurde das in nahezu 8 m Tiefe liegende Bauteil, eine 60 cm dicke Bodenplatte aus Stahlbeton, errichtet. Bereits hier konnten unsere Massivbauspezialisten die Herausforderungen des Ingenieurbaus erfolgreich meistern.
Im weiteren Bauablauf galt es, sehr massive und geometrisch anspruchsvolle Wände sowie Decken aus Stahlbeton zu schalen, zu bewehren und zu betonieren. Diese Bauteile mussten präzise den maschinenbaulichen Anforderungen der Anlagenkomponenten und der Turbine entsprechen, unter Einhaltung strengster Maßtoleranzen.
Der bereits von unserem Auftraggeber ambitioniert entwickelte Bauzeitenplan konnte durch den beherzten Einsatz und die hohe handwerkliche Fachkompetenz unserer Massivbauspezialisten sogar unterboten werden.
Im Zuge der zeitweiligen Trockenlegung und Außerbetriebnahme der bestehenden Wasserkraftanlage führten unsere Spezialisten zudem die Instandsetzung des knapp 400 m langen Triebwasserkanals durch. Das über 100 Jahre alte Bruchsteinmauerwerk wies vor allem im Bereich der Wasserwechselzone starke Schäden an den Fugen auf. Nach gründlicher Reinigung und Entfernung biologischer Ablagerungen konnten auch zunächst nicht erkennbare Schadstellen identifiziert werden. Anschließend wurden mehr als 30 t Trasszementmörtel zur Instandsetzung der beschädigten Fugen appliziert, um den inneren Verbund und die Abdichtung des Natursteinmauerwerks dauerhaft sicherzustellen.