Die Herstellung von Brückenkappen ist aufgrund des hohen handwerklichen Aufwands in Ortbetonbauweise mit einem erheblichen Zeitbedarf verbunden. Bei Brückenbauwerken über stark frequentierte Bahnstrecken sind die hierfür erforderlichen Sperrpausen in der Regel nicht realisierbar.
Aus diesem Grund fiel auch in diesem Projekt die Entscheidung zugunsten von Brückenkappen in Vollfertigteilbauweise. Die hierfür notwendigen Schalungen wurden in unserer Konstruktionsabteilung geplant und auf der Abbundanlage gefertigt, sodass unsere Spezialisten im Fertigteilwerk eine passgenaue und montageoptimierte Herstellung der Kappenelemente sicherstellen konnten.
Für die Anschlüsse der in Ortbetonbauweise herzustellenden Anschlusskappen wurden die erforderlichen Fugenbänder bereits werkseitig in die Fertigteile integriert, um eine fachgerechte Ausbildung der Dilatationsfugen sicherzustellen.
Die Anlieferung der Kappenfertigteile erfolgte während einer nächtlichen Sperrpause der Bahnstrecke. Vor Ort wurden die Elemente mittels Mobilkran in ein Mörtelbett versetzt und über spezielle Kappenanker kraftschlüssig mit dem Brückenüberbau verbunden. Die Oberflächen der Kappen wurden werkseitig mit einem Besenstrich ausgeführt.